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22. Mai 2026
Lesedauer 8 Minuten

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

900 Euro. 5.000 Euro oder doch lieber 25.000 Euro?

Wenn man Angebote vergleicht, um sich eine Webseite erstellen zu lassen wirken die Preise oft komplett willkürlich. Und trotzdem sprechen alle scheinbar über dasselbe: eine Homepage mit ein paar Unterseiten und einem Kontaktformular. Ich finde das jedes Mal wieder spannend. Denn von außen sehen viele Websites erstmal ähnlich aus. Der Unterschied liegt aber nicht darin, ob eine Website existiert, sondern ob sie tatsächlich für ein Unternehmen arbeitet.

Genau darum geht es in diesem Artikel.

Die Frage, die sich fast niemand stellt

Wenn mich jemand fragt: „Was kostet es eine Webseite bei dir erstellen zu lassen?“, meint die Person meistens eigentlich: „Wie günstig geht es?“ Ich finde dies auch total berrechtigt, denn jeder hat ein Budget und niemand möchte unnötig Geld verbrennen.

Aber die zentrale Frage am Anfang eines Projekts ist eigentlich eine andere:

Was soll diese Website für dein Unternehmen leisten?

Denn eine gute Website ist nicht einfach eine digitale Visitenkarte, die irgendwo im Internet herumliegt. Wenn sie richtig gemacht ist, verkauft sie dein Angebot, erklärt dein Unternehmen, baut Vertrauen auf und beantwortet Fragen, noch bevor jemand überhaupt Kontakt aufnimmt.

Und das rund um die Uhr.

Sie ist um 3 Uhr morgens genauso überzeugend wie mitten am Tag. Ohne Meetings, ohne Calls und ohne dass jemand daneben sitzen muss.

Was eine Website wirklich kostet

Pauschale Preise sind im Webdesign schwierig. Jedes Unternehmen startet an einem anderen Punkt und hat andere Ziele. Ein Architekt würde dir schließlich auch nicht einfach sagen: „Ein Haus kostet 300.000 Euro“, ohne überhaupt zu wissen, was du bauen möchtest. Deshalb arbeite ich grundsätzlich wertbasiert. Der Preis orientiert sich nicht nur daran, wie viele Stunden ich vor dem Bildschirm sitze, sondern daran, welchen Mehrwert die Website für das Unternehmen schaffen kann. Das ist in der Webdesign Branche nichts Außergewöhnliches mehr. Viele professionelle Studios und Freelancer arbeiten inzwischen ähnlich, weil reine Stundenabrechnung oft an der Realität vorbeigeht.

Was ich dir stattdessen geben kann, sind ehrliche Größenordnungen aus der Praxis.

Szenario 1: Landing Page für Selbstständige und kleine Businesses

Typischer Rahmen: 3.000 bis 6.000 Euro

Das sind meistens Projekte für Selbstständige, Coaches oder kleinere Unternehmen die am Anfang ihrer Gründung stehen und eine Website erstellen lassen möchten.Sie benötigen meist einen One-Pager, der das Angebot klar mittels einer starken Botschaft präsentiert und conversion-orientiert aufgebaut ist. Hier ist der Preis bewusst niedriger, nicht weil die Arbeit schlechter wäre, sondern weil der Hebel ein anderer ist.

Ein Coach mit zehn Kunden pro Jahr hat wirtschaftlich andere Möglichkeiten als ein Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern und größeren Auftragswerten.

Ich denke bei Projekten immer in Verhältnissen. Wenn eine Landing Page einem Selbstständigen nur wenige zusätzliche Kunden im Jahr bringt, hat sich das Projekt oft schon sehr schnell bezahlt gemacht. Dann ist die Website nicht einfach ein Kostenpunkt, sondern plötzlich ein Werkzeug, das aktiv Umsatz erzeugt.

Und genau so sollte man sie meiner Meinung nach auch betrachten.

Szenario 2: Unternehmenswebsite, der Großteil meiner Projekte

Typischer Rahmen: 10.000 bis 20.000+ Euro

Oft kommen Unternehmen zu mir, die eine professionelle Website erstellen lassen möchten, die eigentlich ein starkes Produkt oder eine gute Dienstleistung haben, aber deren Website das überhaupt nicht transportiert. Das sind die Projekte, die ich persönlich äußerst spannend finde. Intern wissen meist alle, wie gut sie sind und was das Angebot besonders macht. Die Kernfrage ist meist, wie kann man diese Botschaft nach außen tragen.

Die Website wirkt veraltet, generisch oder einfach nicht auf dem Niveau des Unternehmens. Meistens sprechen wir hier von Firmen mit etwa 10 bis 50 Mitarbeitern, die entweder noch nie wirklich in ihre Website investiert haben oder deren bestehender Auftritt technisch und visuell einfach nicht mehr zeitgemäß ist. In diesem Bereich entsteht dann nicht einfach irgendein angepasstes Template.

Hier geht es um Strategie, Positionierung, Design in Figma, Entwicklung in Webflow, CMS-Strukturen und eine Website, die langfristig funktioniert und intern auch gepflegt werden kann.

Das Wichtigste in diesem Prozess ist jedoch, eine Website zu erstellen, die Vertrauen aufbaut.

Denn genau das unterschätzen viele. Bevor jemand mit dir spricht, bewertet er oft schon dein Unternehmen über deine Website. Innerhalb von Sekunden. Wenn ein Unternehmen über eine neue Website plötzlich bessere Kunden gewinnt oder größere Anfragen bekommt, relativiert sich der Projektpreis oft sehr schnell.

Ein echtes Projekt aus der Praxis

Vor ein paar Monaten hatte ich eine Anfrage aus London, die mir wirklich im Kopf geblieben ist. Eine internationale Consulting-Firma im Bereich Architekturmodelle. Sie hatten hochwertige Projekte, technisches Know-how und starke Referenzen. Das Problem war nur, dass die Website davon praktisch nichts gezeigt hat. Was ich an dem Projekt interessant fand: Das Unternehmen wusste intern eigentlich sehr genau, was es besonders macht. Es hatte nur nie jemand geschafft, das visuell sauber zu übersetzen. Die Herausforderung war also weniger „eine schöne Website bauen“, sondern eine hochwertige Webflow Website zu erstellen, die ein komplexes Angebot verständlich macht. Wir haben das Projekt nach 8 Wochen erfolgreich abgeschlossen, mit einem Budget von 15.000+ Euro. Am Ende hatten sie eine Website, die endlich das widerspiegelt, was das Unternehmen eigentlich schon längst ist.

Natürlich gibt es auch Projekte, die deutlich umfangreicher werden. E-Commerce, komplexe CMS-Strukturen, externe Datenquellen, Animationen oder individuelle Features können Budgets schnell nach oben verschieben. Genauso gibt es aber auch Projekte, bei denen ich nur das Design oder nur die Entwicklung übernehme, weil intern bereits ein Team vorhanden ist. Und ehrlich gesagt mag ich genau diese Mischung.

Was den Preis wirklich bestimmt

Viele denken bei Webdesign immer noch: Der Designer verkauft Zeit. Und klar, das machen viele auch so. Für mich hat sich dieses Modell aber irgendwann falsch angefühlt. Denn Stundenabrechnung bringt automatisch einen kleinen Interessenskonflikt mit sich: Der Dienstleister verdient mehr, wenn etwas länger dauert. Der Kunde möchte, dass es möglichst schnell geht. Dabei sollten eigentlich beide dasselbe Ziel haben und zwar ein starkes Ergebnis zu erzielen. Deshalb arbeite ich lieber ergebnisorientiert.

Die wichtigere Frage ist für mich nicht:
„Wie viele Stunden stecken drin?“

Sondern:

  • Wie viel Vertrauen baut die Website auf?
  • Wie professionell wirkt das Unternehmen danach?
  • Wie viele Anfragen kann die Seite potenziell generieren?
  • Welche Kunden sollen dadurch angesprochen werden?

Denn dieselbe Website kann wirtschaftlich komplett unterschiedlich wirken. Für einen Selbstständigen kann sie ein solides Fundament sein. Für ein größeres B2B-Unternehmen kann dieselbe Qualität plötzlich direkten Einfluss auf sechsstellige Deals haben. Und genau deshalb funktionieren pauschale Preise oft nicht wirklich fair.

Die Sache mit dem Design

Es gibt einen Satz, den ich mal gehört habe und seitdem nicht mehr vergesse:

Design ist wahrscheinlich die einzige Profession, bei der jeder denkt, er könnte sie selbst machen.

Und ganz ehrlich: Irgendwie stimmt das auch. Viele Kunden kommen zu mir, nachdem sie schon versucht haben, selbst etwas aufzubauen. Oder sie sagen direkt am Anfang:  „Das Design mache ich selbst, du musst es nur noch umsetzen.“ Und das meine ich überhaupt nicht abwertend. Das passiert einfach deshalb, weil gutes Design oft unsichtbar wirkt. Man merkt meistens erst, wie wichtig gutes Design ist, wenn etwas fehlt. Was viele nicht sehen, sind die hunderten kleinen Entscheidungen dahinter: Typografie. Weißraum. Nutzerführung. Hierarchien. Kontraste. Bildsprache. Rhythmus. Accessibility. Konsistenz. Das sind keine Geschmacksfragen. Das sind Prinzipien von Design die ein harmonisches Gesamtbild ausmachen.

Und genau diese Dinge entscheiden am Ende darüber, ob eine Website professionell wirkt oder eben „selbst gebaut“.  Das Ergebnis wirkt dann meistens nicht schlecht, es wirkt nur nicht professionell. Und genau das kostet Vertrauen und manchmal auch Kunden.

Worauf du bei einem Angebot achten solltest

Nicht jede teure Website ist gut. Und nicht jede günstige Website ist automatisch schlecht.

Aber es gibt ein paar Dinge, auf die ich persönlich achten würde:

  • Gibt es einen klaren Prozess oder wird einfach drauflosgebaut?
  • Wird zuerst in Figma gestaltet oder direkt live entwickelt?
  • Fragt jemand nach deiner Positionierung und deinen Zielen?
  • Kannst du die Inhalte später selbst pflegen?
  • Sagt dir jemand auch mal ehrlich, was keinen Sinn ergibt?

Gerade der letzte Punkt ist meiner Meinung nach extrem wichtig. Ein gutes Projekt entsteht nicht dadurch, dass einfach alles umgesetzt wird, was der Kunde sagt. Sondern dadurch, dass gemeinsam hinterfragt wird, was wirklich sinnvoll ist. Was ich außerdem fast immer früh anspreche ist der Content. Denn ohne vernünftige Inhalte kann man keine wirklich starke Website bauen. Damit meine ich nicht, dass am Anfang schon jeder Text perfekt sein muss. Aber Dinge wie Bildsprache, Fotos, Videos, Farben oder Inhalte beeinflussen das gesamte Design von Anfang an.

Wenn diese Themen erst ganz am Schluss geklärt werden, merkt man das dem Ergebnis meistens an.

Fazit

Am Ende geht es bei einer Website selten um die Frage „Was kostet das?“, sondern viel mehr um die Frage „Was soll diese Website für dein Unternehmen leisten?“ Denn der Preis hängt nicht daran, wie viele Seiten gebaut werden oder wie lange jemand daran sitzt, sondern daran, welchen wirtschaftlichen Hebel die Website hat. Für manche Unternehmen ist eine Landing Page völlig ausreichend. Sie bringt ein paar zusätzliche Anfragen im Jahr und rechtfertigt damit ein Projekt im Bereich von ein paar tausend Euro.

Für andere Unternehmen ist die Website ein zentraler Vertriebskanal. Sie entscheidet darüber, ob ein Interessent Vertrauen aufbaut oder zur Konkurrenz weiterklickt. In dem Fall sind 10.000 bis 20.000 Euro kein „Website-Preis“, sondern eine Investition in Positionierung, Umsatz und Wahrnehmung. Beides ist richtig. Nur eben für unterschiedliche Situationen.

Und genau deshalb wirken Website-Preise oft so unlogisch, wenn man sie isoliert betrachtet. Erst wenn man versteht, was die Website eigentlich leisten soll, ergibt der Preis plötzlich Sinn.

Du hast fragen?

Was kostet es, eine professionelle Website erstellen zu lassen?

Das lässt sich pauschal schwer beantworten, weil jedes Projekt unterschiedlich ist. Eine einfache Landing Page für Selbstständige bewegt sich oft im Bereich von 3.000 bis 6.000 Euro. Umfangreichere Unternehmenswebsites liegen meist zwischen 10.000 und 20.000 Euro oder mehr. Entscheidend ist dabei weniger die Anzahl der Unterseiten, sondern vielmehr, welche Ziele die Website erfüllen soll und wie groß der wirtschaftliche Hebel dahinter ist.

Gibt es feste Preise oder Pauschalpreise für Websites?

Nicht wirklich und ehrlich gesagt halte ich das auch für sinnvoller so. Jedes Unternehmen startet an einem anderen Punkt und hat unterschiedliche Anforderungen. Deshalb möchte ich vor einem Preis zuerst verstehen, was wirklich gebraucht wird und welche Ziele die Website erfüllen soll. So entstehen am Ende deutlich sinnvollere Lösungen als bei starren Paketpreisen.

Muss ich Webflow kennen, um mit dir zu arbeiten?

Nein, überhaupt nicht. Du musst weder Webflow noch andere technische Tools verstehen, bevor wir starten. Nach dem Projekt wirst du deine Website aber selbst bearbeiten können, weil ich dir zeige, wie du Inhalte später eigenständig pflegen kannst. Genau das ist einer der großen Vorteile von Webflow.

Kann ich meine bestehende Website überarbeiten lassen?

Ja, absolut. Manchmal reicht bereits ein modernes Redesign aus, damit eine Website professioneller wirkt und mehr Vertrauen aufbaut. In anderen Fällen liegt das eigentliche Problem eher in der Struktur, Positionierung oder Nutzerführung. Das findet man meistens ziemlich schnell in einem ersten Gespräch heraus.

Wie laufen die Online-Workshops ab?

Wir treffen uns Online und arbeiten gemeinsam. Gemeinsam heißt, du hast die komplette Zeit über deine Kamera an, dein Mikro ist einsatzbereit und du gehst zwischendurch in den Austausch mit anderen Teilnehmern.

Du brauchst eine ungestörte Umgebung, damit du dich voll fokussieren kannst. Das sind keine 0-8-15 Webinare 🤪

Viele wichtige Inhalte werden Online vermittelt. Wir empfehlen dir die Online Events genauso ernst zu nehmen, wie ein Seminar in Präsenz.

Hast du ein Webdesign Projekt?

Dein Unternehmen verdient eine Website, die für dich arbeitet. Als Webdesigner und Webflow-Entwickler mit über 5 Jahren Erfahrung und Marketingabschluss begleite ich Startups und Kleinunternehmen von der ersten Idee bis zum fertigen Auftritt – professionell, durchdacht und auf Wachstum ausgelegt.

Was du bei einer Zusammenarbeit erwarten kannst:

  • Strategisches Webdesign statt Standard Templates
  • Individuelles Design in Figma
  • Entwicklung in Webflow
  • Saubere CMS Strukturen zur einfachen Pflege
  • Direkte Zusammenarbeit ohne Agentur Overhead
  • Klare Prozesse und ehrliche Kommunikation
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