
Webflow vs. WordPress: Die ehrliche Antwort nach 5 Jahren und 30+ Projekten
Als ich mich nach Jahren in meiner Webflow-Blase das erste Mal durch eine WordPress-Installation geklickt habe, war meine erste Stunde im Dashboard purer Stress. Überall Knöpfe, zwei verschiedene Editoren, und das CMS hatte sich irgendwo versteckt wo ich es nie vermutet hätte. Vielleicht kennst du diese Ungeduld, wenn ein Tool komplett anders tickt, als du es eigentlich gewohnt bist.
Falls du gerade selbst vor der Frage stehst – Webflow vs. WordPress – dann bist du hier richtig. Ich baue seit Jahren Websites, hauptsächlich mit Webflow, weil mr das pure gestalterische Freiheit überlässt. Es schein manchmal so als gäbe es keine Technische Grenzen. Aber ich habe mir WordPress genau angesehen, weil viele meiner Kunden danach fragen und weil ich verstehen wollte, was dahintersteckt. Und heute erzähle ich dir nicht, welches Tool „das Beste" ist, sondern welches das Beste für deinen Use Case ist und was ich auf meinem Weg mit den Tools gelernt habe.
Worum es bei Webflow vs. WordPress wirklich geht
Die beiden sind Schwergewichte, gar keine Frage. Aber sie kommen aus komplett verschiedenen technischen Welten, und wenn man das einmal versteht, wird vieles klarer.
WordPress gibt es seit 2003. Es ist ein offenes CMS, das von einer riesigen, leidenschaftlichen Community rund um den Globus weiterentwickelt wird und sein Geheimnis liegt in einem einzigen Wort: Plugins. Kleine Zusatzmodule, mit denen du fast alles anstellen kannst. Vom simplem Kontaktformular bis zum ausgewachsenen Onlineshop mit Mitgliederbereich, Kursplattform und was weiß ich noch allem. Und WordPress ist wirklich überall: Laut W3Techs laufen 2026 rund 41,9 % aller Websites weltweit auf WordPress; bei Seiten, die überhaupt ein CMS nutzen, sind es sogar über 60 % (W3Techs, 2026). Das ist eine Hausnummer, an dem kein anderes Tool so schnell einfach mithalten kann.
Webflow dagegen ist der junge, elegante Herausforderer, gegründet 2013. Es vereint Design, Entwicklung und Hosting in einer einzigen, visuellen Oberfläche, die sich anfühlt wie ein kreatives Zuhause. Du baust deine Seite direkt am Bildschirm, gestaltest sie, während du sie siehst, und bekommst sauberen, semantischen Code gleich mitgeliefert, ohne eine Zeile selbst schreiben zu müssen. Webflow wächst vor allem da rasant, wo Design, Performance und ein moderner Markenauftritt ganz oben auf der Liste stehen.
Und jetzt kommt die Frage, bei der ich immer ein bisschen zusammenzucke, wenn ich sie in Foren oder Beratungsgesprächen höre. Die meisten fragen nämlich: „Welches Tool ist besser?" Aber das ist, als würdest du fragen, ob ein Pinsel besser ist als ein Bleistift. Es kommt doch darauf an, was du malen willst. Die richtige Frage lautet: „Was will ich mit meiner Website erreichen und wer pflegt sie später?" Behalt diesen Satz im Hinterkopf, während du weiterliest. Wir kommen am Ende genau darauf zurück.
[TABELLE: Webflow vs. WordPress – Direktvergleich der 7 Kriterien]
Die 7 Dinge, die deine Entscheidung wirklich bestimmen
Pauschalurteile kannst du getrost vergessen. Im echten Alltag sind es nämlich ganz andere Dinge, die darüber entscheiden, ob du dein Tool liebst oder verfluchst.
1. Design & Gestaltungsfreiheit
Hier spielt Webflow seinen allergrößten Trumpf aus, und zwar einen, der sich jedes Mal wie ein kleines Fest anfühlt: Du startest mit einer komplett leeren Leinwand. Weiß, offen, bereit für alles. Du bestimmst jede noch so kleine Entscheidung selbst, welche Schrift in welcher Größe, wie viel Weißraum zwischen den Elementen atmet, ob der Button beim Hovern sanft skaliert oder ein kleines Wackeln hinlegt. Wenn du aus Figma, Sketch oder Adobe XD kommst, fühlst du dich hier zuhause, weil Design und technische Umsetzung in einem einzigen, fließenden Schritt passieren. Es gibt keine Lücke zwischen dem, was du dir ausdenkst, und dem, was am Ende im Browser landet.
WordPress geht einen anderen Weg. Meistens gibt ein Theme den gestalterischen Rahmen vor. Das kann eine gute Abkürzung sein, gerade wenn du dich gar nicht mit Design beschäftigen willst. Ein gutes Theme nimmt dir unfassbar viel Arbeit ab und liefert ein stimmiges Gesamtbild, oft mit integrierten Demo-Inhalten, die du nur noch anpassen musst. Und falls du trotzdem mehr Freiheit brauchst: Moderne Page-Builder wie Elementor holen dir eine visuelle Gestaltung zurück, die fast an Webflow heranreicht.
Ein Kunde von mir kam einmal mit einem aufwändigen, durch designten Figma-Layout an – mehrschichtigen Grids, versetzte Bild-Text-Blöcke, ausgefallene Hover-Effekte auf den Portfolio-Kacheln. Ich schaute es mir an und dachte insgeheim: „Okay, die Hälfte davon wird in WordPress nie im Leben so aussehen, das wird ein Kompromiss nach dem anderen." Wir haben uns dann rangesetzt, mit Elementor, ein paar Custom-CSS-Snippets für die Feinarbeit und einer guten Portion Geduld. Und weißt du was? Am Ende stand das Layout eins zu eins da – pixelgenau, mit allen Details, genauso wie im Entwurf. Es hat ein paar Klicks mehr gebraucht, ein paar mehr Konversationen mit Claude und ChatGPT und den ein oder anderen Workaround, aber es ging. Ich war ehrlich überrascht und habe an diesem Projekt gelernt, dass WordPress in Sachen Designfreiheit viel mehr kann, als man ihm auf den ersten Blick zutraut, wenn man bereit ist, sich etwas tiefer einzuarbeiten.


2. Bedienbarkeit & selbst Änderungen machen
Das ist der Punkt, der im täglichen Leben einer Website entscheidet, ob du sie liebst oder ob sie dir graue Haare beschert. Du willst schnell mal einen Preis aktualisieren, das Teamfoto vom letzten Fotoshooting austauschen oder die Öffnungszeiten für die Feiertage anpassen – und zwar ohne jedes Mal deinen Designer anrufen zu müssen, der vielleicht im Urlaub ist oder gerade kein Zeitfenster frei hat.
Webflow ist in dieser Hinsicht ein aufgeräumter, fast schon eleganter Schreibtisch: Es zeigt dir genau das, was du brauchst, und nicht mehr. Die Benutzeroberfläche ist clean, die Logik konsistent. Schwierig wird es erst dann, wenn du als Inhaber komplett neue Seitenbereiche selbst bauen oder die grundlegende Seitenstruktur verändern willst. Dann bewegst du dich näher am Code, musst verstehen, wie Div-Blöcke ineinandergreifen, wie Klassen und Combo-Klassen funktionieren – und in dem Moment wird Webflow zu einem Profi-Werkzeug, das seine vollen Muskeln nur dann spielen lässt, wenn du weißt, wie man sie trainiert.
WordPress dagegen ist, was die reine Inhaltsbearbeitung angeht, nach einer kurzen Einführung wirklich zugänglich. Der Gutenberg-Editor arbeitet mit Blöcken – du ziehst einen Textblock hierhin, einen Bildblock dorthin, fügst eine Galerie ein, einen Button – und siehst sofort, was passiert. Ohne Programmierkenntnisse, ohne dass dir jemand erklären muss, was ein Padding oder eine Margin ist.
Ein Kunde – ein Fotograf, der technisch wirklich nicht viel am Hut hatte – rief mich zwei Tage nach dem Launch seiner neuen Website an. Seine Stimme klang, als stünde er kurz vor einer Panikattacke: „Ich mach garantiert irgendwas kaputt, ich trau mich nicht, auch nur einen Buchstaben zu ändern!" Ich hab ihn gebeten, den Bildschirm zu teilen, und wir sind in aller Ruhe einmal durch seine Seite marschiert. Zwanzig Minuten später hatte er seine erste eigene Bildergalerie aktualisiert, einen Blogbeitrag mit Bildern und Zwischenüberschriften angelegt und verstanden, wie er seine Kontaktdaten selbst pflegt. Seit diesem Tag habe ich nie wieder von ihm gehört. Kein Anruf, keine panische Mail, kein „Hilfe, ich hab's zerschossen". Die Seite läuft vor sich hin, er macht seine Updates selbst, und ab und zu sehe ich, dass er neue Arbeiten in sein Portfolio stellt. Genau so soll es sein: Die Technik tritt in den Hintergrund und der Inhaber kann sich auf sein Business konzentrieren.
3. Performance & Ladegeschwindigkeit
Tempo ist kein nettes Extra, das man sich leistet, wenn das Budget noch etwas hergibt. Tempo ist bares Geld, und zwar so direkt, dass es fast schon wehtut, es zu ignorieren. Google bewertet die Ladezeit und das Nutzererlebnis über Core Web Vitals, und diese Werte fließen ganz real in dein Ranking ein. Eine langsame Seite verliert Besucher, noch bevor sie überhaupt gesehen haben, was du eigentlich anbietest.
Webflow bringt von Haus aus ein beeindruckendes Geschwindigkeitspaket mit: Hochwertiges, integriertes Hosting mit einem globalen CDN, das deine Inhalte von Servern auf der ganzen Welt ausliefert, automatische Bildoptimierung und eine saubere, schlanke Code-Struktur ohne unnötigen Ballast. Du musst dich um fast nichts kümmern – es ist einfach schnell, out of the box.
WordPress kann genauso schnell sein, absolut. Aber es braucht dafür etwas mehr Handarbeit und Bewusstsein: Du brauchst gutes, performantes Hosting (nicht das 3-Euro-Angebot vom Discounter), die richtigen Caching- und Optimierungs-Plugins, und du musst ein Auge darauf haben, dass nicht zu viele schlecht programmierte Plugins den Code aufblähen wie einen Hefeteig. Wenn du das im Griff hast, ist Tempo auch hier überhaupt kein Problem.
Google und Deloitte haben in einer riesigen Studie mit dem schönen Titel „Milliseconds Make Millions" über 30 Millionen Nutzer-Sessions von 37 verschiedenen Marken analysiert. Ihr Ergebnis: Schon 0,1 Sekunden – eine Zehntelsekunde! – schnellere Ladezeit steigern die Conversion-Rate im Handel um 8,4 % und den durchschnittlichen Bestellwert um 9,2 %. Stell dir das mal vor: Eine minimale Verbesserung, die niemand bewusst wahrnimmt, bringt fast zehn Prozent mehr Umsatz. Tempo ist also wirklich Geld. Völlig egal, mit welchem System du es erreichst.

4. Webflow SEO vs. WordPress SEO – wer rankt leichter?
Gute Nachricht direkt vorneweg, weil bei diesem Thema immer so viel Unsicherheit mitschwingt: Beide Systeme können hervorragend ranken. Es ist wirklich kein Entweder-oder, bei dem du dich für die falsche Seite entscheiden könntest.
Webflow SEO bringt viele Funktionen direkt eingebaut mit, ohne dass du irgendetwas installieren oder konfigurieren musst: sauberes, semantisches HTML, das Suchmaschinen mühelos crawlen können, automatisch generierte XML-Sitemaps, strukturierte Daten für Rich Snippets und eine einfache, intuitive Oberfläche für Meta-Titel und Meta-Descriptions. Du loggst dich ein und es ist einfach da, wartend, bereit. Wer im Bereich Webflow SEO durchstarten will, bekommt eine saubere technische Basis ohne zusätzliches Zutun – das ist ein echter Vorteil gegenüber einem frisch installierten WordPress ohne Plugin-Setup.
WordPress arbeitet hier mit Plugins, und die sind verdammt gut. Yoast SEO oder Rank Math sind echte Schwergewichte – sie führen dich Schritt für Schritt durch jede einzelne Seite, geben dir Ampelsysteme, Lesbarkeits-Analysen und konkrete Tipps, was du verbessern kannst. Laut der WordPress Plugin Studie 2022 nutzen 50 % der Anwender Yoast, 38 % Rank Math (Quelle: Jonas Tietgen, wp-ninjas.de). Beide Tools sind über Jahre gereift, werden ständig weiterentwickelt und haben sich in unzähligen Projekten bewährt.
Mein ehrlicher Kern zu diesem Punkt, und den schreibe ich ganz bewusst so direkt: SEO entscheidet sich nicht am Tool – weder bei Webflow SEO noch bei WordPress. Es entscheidet sich an deinen Inhalten, an deiner Keyword-Strategie, an der Relevanz, die du für deine Besucher schaffst. Die Technik liefern dir beide Systeme sauber und zuverlässig. Den Rest – den wirklich wichtigen Rest – machst du.
5. Sicherheit & Wartung
Ein Thema, bei dem ich in Diskussionen oft erlebe, dass ganz schnell ganz viel dramatisiert wird. Ich will es lieber nüchtern und fair betrachten, damit du eine echte Entscheidungsgrundlage hast.
WordPress ist aufgrund seiner schieren Verbreitung natürlich ein beliebtes Ziel für automatisierte Angriffe, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Das bedeutet aber überhaupt nicht, dass WordPress per se unsicher ist – es bedeutet nur, dass du ein gewisses Maß an Pflege nicht ignorieren darfst. Regelmäßige Updates für den Core, das Theme und die aktiven Plugins, dazu ein solides Backup-System. Bei einer schlanken Seite mit wenigen, gut gewählten und aktiv gepflegten Plugins sprechen wir hier von vielleicht zehn bis fünfzehn Minuten pro Monat. Vor jedem größeren Update ziehst du ein Backup, und falls tatsächlich mal etwas schiefgeht, bist du mit wenigen Klicks zurück in der sicheren Version.
Webflow nimmt dir diesen Part komplett aus der Hand: Automatische Updates für die gesamte Plattform, SSL-Zertifikate inklusive und eine durchgehende Sicherheitsüberwachung durch das Webflow-Team selbst. Du lehnst dich zurück, und die Technik macht ihren Job. Wer wirklich null Aufwand mit Wartung haben will – und ich kenne viele Selbstständige, die genau das suchen –, bekommt hier ein echtes Rundum-sorglos-Paket, das einfach funktioniert.
6. Kosten – ehrlich gerechnet
Jetzt kommen wir zu einem Punkt, bei dem sich ein Mythos ganz besonders hartnäckig hält, und ich möchte ihn mit dir zusammen auseinandernehmen: „WordPress ist die günstige Option." Das stimmt – und es stimmt gleichzeitig nicht, je nachdem, aus welchem Blickwinkel du es betrachtest.
WordPress als Software ist tatsächlich kostenlos, Open Source, ohne Lizenzgebühr. Du zahlst für dein Hosting – und ich empfehle hier wirklich kein Billig-Angebot, sondern solide Leistung ab etwa acht bis fünfzehn Euro im Monat –, für deine Domain und gegebenenfalls für Premium-Plugins, die dir das Leben leichter machen. Laut der Plugin-Studie, die ich vorhin schon zitiert habe, investieren WordPress-Nutzer im Durchschnitt 157 € pro Jahr in kostenpflichtige Plugins (Quelle: ebenda). Für eine typische Unternehmensseite mit ein paar erweiterten Funktionen landest du realistisch oft bei hundert bis zweihundert Euro im Jahr plus Hosting.
Webflow arbeitet mit transparenten Abo-Plänen, und nach der Umstellung im Mai 2026 sieht die Preislandschaft so aus (offizielle Preise, webflow.com/pricing):
- Starter: kostenlos, zum Ausprobieren und Kennenlernen, mit einer Webflow-Subdomain
- Basic: 15 $ pro Monat bei jährlicher Zahlung – für einfache Seiten ohne CMS-Funktionalität
- Premium: 25 $ pro Monat bei jährlicher Zahlung – mit vollem CMS, und das ist der Plan, der die früheren CMS- und Business-Pläne in sich vereint
Jetzt kommt der spannende Teil, den ich selbst erst verstehen musste, als ich einmal ein professionelles WordPress-Projekt von Anfang bis Ende durchgerechnet habe. Für eine dynamische Seite mit flexiblem Design und benutzerdefinierten Feldern brauchst du oft einen Stack, der sich sehen lassen kann: Elementor Pro für die Gestaltung (ca. 59 € im Jahr), Advanced Custom Fields Pro für flexible Inhaltsstrukturen (ca. 49 € im Jahr), vielleicht noch ein Caching-Plugin in der Premium-Version, ein solides SEO-Tool – und ehe du dich versiehst, bist du bei jährlichen Kosten, die sich auf einem ganz ähnlichen Niveau bewegen wie Webflows Premium-Plan. Meine Lehre aus dieser Rechnung: Verkauf WordPress nicht als die günstige Alternative, wenn du einen wirklich professionellen Stack nutzt. Das wäre einfach nicht ehrlich.
Für dich bedeutet das im Klartext: Beide Systeme kosten Geld, sobald du es ernst meinst. Der Unterschied liegt nicht so sehr im Preis selbst, sondern darin, wofür du eigentlich bezahlst – auf der einen Seite maximale Flexibilität und Unabhängigkeit, auf der anderen Seite ein nahtloses, durchgestyltes Erlebnis ohne versteckte Zusatzkosten und Bastelarbeit.
7. DSGVO & Unabhängigkeit
Kurz vorweg, beide Lösungen sind DSGVO Konform.
WordPress ist Open Source. Der Code gehört niemandem, es steht kein einzelnes Unternehmen dahinter, das die Richtung vorgibt oder den Zugang kontrolliert. Du wählst deinen Hoster frei und bestimmst damit selbst, wo deine Daten liegen. Mit einem deutschen oder europäischen Anbieter hast du deine Website sauber DSGVO-konform in der EU gehostet. Und wenn du später den Dienstleister wechseln möchtest, bist du technisch nicht an ein bestimmtes System oder einen bestimmten Anbieter gebunden – deine Inhalte und deine Daten gehören dir und lassen sich mitnehmen.
Webflow ist ein geschlossenes US-System und grundsätzlich DSGVO-konform. Der einzige Punkt, den du aktiv anpacken musst: Google Fonts werden standardmäßig von externen Servern geladen, du solltest sie also selbst hochladen und lokal einbinden, um datenschutzrechtlich sauber zu sein. Was die Unabhängigkeit angeht: Du kannst deine komplette Seite als statisches HTML, CSS und JavaScript exportieren und bei jedem Hoster aufspielen, der statische Dateien ausliefert. Sobald deine Seite jedoch CMS- oder E-Commerce-Funktionen nutzt, funktionieren diese nach dem Export nicht mehr, weil sie auf Webflows interner Infrastruktur aufbauen. Deine CMS-Daten lassen sich per CSV-Export herunterladen und mitnehmen, aber die CMS-Logik, E-Commerce-Funktionen, Formulare sowie alle direkt in Webflow konfigurierten Drittanbieter-Integrationen musst du in deinem neuen Setup neu aufbauen.
Was die Zahlen sagen
Damit du nicht nur meinem persönlichen Eindruck vertraust, kommen hier die harten Fakten, sauber belegt:
- Marktanteil: WordPress betreibt 41,9 % aller Websites weltweit und über 60 % aller Seiten, die ein CMS nutzen (W3Techs, 2026).
- Plugins im Alltag: Eine durchschnittliche WordPress-Seite verwendet 21 Plugins, davon 19 aktiv; rund 76 % sind kostenlos, die durchschnittliche jährliche Investition in Premium-Plugins beträgt 157 € (WordPress Plugin Studie 2022, Jonas Tietgen).
- Speed und Umsatz: 0,1 Sekunden schnellere Ladezeit bringen +8,4 % mehr Conversions im Handel und +9,2 % höheren durchschnittlichen Bestellwert (Google/Deloitte, „Milliseconds Make Millions").
- Downtime-Kosten: IT-Ausfälle kosten Unternehmen im Durchschnitt rund 5.600 $ pro Minute (ITIC 2024, unter Bezug auf Gartner-Erhebungen). Für ein kleines Unternehmen sind die absoluten Zahlen niedriger, aber das Prinzip bleibt unverändert: Eine Website, die steht, ist bares Geld wert.
Stimmen aus der Praxis – meine eigenen
Theorie ist schön, sie gibt Sicherheit und Orientierung. Aber was wirklich zählt, ist das, was im echten Leben passiert, wenn man mitten im Projekt steckt und Entscheidungen treffen muss.
Nach meinem ersten großen WordPress-Projekt – und ich war, wie gesagt, jahrelang nur in meiner Webflow-Welt unterwegs dachte ich: Das System ist unordentlicher, es braucht mehr Zuwendung und ja, es war teurer, als ich es meinem Kunden im ersten Angebot kalkuliert hatte. Aber es ist auch unglaublich leistungsfähig und flexibel, sobald du aufhörst, die ganze Zeit dagegen anzukämpfen, und stattdessen verstehst, wie es gedacht ist. Einen Satz, den ich aus dieser Zeit mitgenommen habe: Ich bin im Herzen immer noch ein Webflow-Fan, aber ich habe keine Angst mehr vor WordPress.
Ein Kunde kam zu mir, nachdem seine WordPress-Seite zum dritten Mal innerhalb eines Jahres nach einem fehlgeschlagenen Plugin-Update im 404 Error verschwunden war. Es hat ihm gereicht dass er dann final zu Webflow wechselte und seine Seite einmal komplett neu aufsetzen ließ. Heute sagt er zu mir, und ich zitiere ihn gern: „Ich klappe meinen Laptop auf, öffne meine Seite, tippe meinen neuen Blogbeitrag ein – und sie läuft. Keine Updates, keine Wartung, kein plötzlicher Absturz. Das ist für mich Freiheit."
Umgekehrt habe ich Projekte gesehen, bei denen nur die grenzenlose Flexibilität von WordPress die teilweise verrückten Anforderungen an Schnittstellen zu Drittsystemen erfüllen konnte: eine Buchungsplattform hier, ein spezielles Mitglieder-Interface dort, eine Verzahnung mit einer externen Warenwirtschaft, die kein anderes System vorgesehen hatte.
Webflow oder WordPress? Finde es in 5 Fragen heraus.
Das Geheimnis, das kein Vergleich verrät
Das CMS ist das Fundament, ja. Aber das Fundament allein macht noch kein Haus, und schon gar kein Zuhause. Was darüber entscheidet, ob deine Website dich sichtbar macht, ob sie ankommt, ob sie anzieht und überzeugt – das ist nicht die Frage, ob im Hintergrund Webflow oder WordPress läuft. Es ist deine Strategie. Deine klare Positionierung. Die Texte, die deine Besucher verstehen und fühlen. Die durchdachte Nutzerführung, die niemanden ratlos zurücklässt. Das sind die Dinge, die den Unterschied machen zwischen einer Website, die einfach nur existiert, und einer, die aktiv Kunden gewinnt.
Ich habe das selbst irgendwann kapiert, nachdem ich mich viel zu lange mit Tool-Fragen aufgehalten hatte: Die geheime Zutat war weder Wordpress noch Webflow. Es war eine sauber durchdachte Design-Strategie in Figma – und die Bereitschaft, wirklich zu verstehen, wie das Werkzeug funktioniert, mit dem ich sie umsetze.
Genau so möchte ich es auch dir mitgeben. Wähl das Tool, das zu dir passt, zu deiner Art zu denken, zu deinem Business, zu deinem Alltag. Und dann steck deine Energie in das, was deine Kunden wirklich sehen, lesen und spüren, wenn sie auf deine Seite kommen.
Fazit: Es gibt keinen Verlierer, nur deine beste Wahl
Webflow vs. WordPress – nach all den Projekten, die ich begleitet habe, nach den Vergleichen, den späten Abenden am Rechner und den vielen Gesprächen mit Kunden, die genau vor dieser Frage standen, ist meine ehrliche Antwort: Beide sind großartig. Webflow besticht durch seine Eleganz, seine Geschwindigkeit und die Sorglosigkeit, mit der es dich durch den Alltag trägt. WordPress überzeugt mit einer Flexibilität, die kaum Wünsche offenlässt, mit seiner Unabhängigkeit und mit einer Community, die ihresgleichen sucht.
Die wirklich wichtige Entscheidung triffst du aber sowieso an einer anderen Stelle – bei der Strategie, die hinter deiner Website steht. Das Tool ist nur der Anfang. Der Rest bist du.
Bist du dir unsicher, welcher Weg zu dir und deinem Unternehmen passt? Dann lass uns in Ruhe darüber sprechen. In einem kurzen, unverbindlichen Telefonat finden wir gemeinsam heraus, was für dein Projekt, dein Budget und deine Ziele wirklich Sinn macht. Schreib mir oder buch dir direkt einen Termin, ich freu mich, dich kennenzulernen.
Quellen:
- W3Techs – CMS-Marktanteile (2026): https://w3techs.com/technologies/overview/content_management
- Webflow – Offizielle Preise (2026): https://webflow.com/pricing
- Google & Deloitte – „Milliseconds Make Millions": https://web.dev/case-studies/milliseconds-make-millions
- WordPress Plugin Studie 2022 (Jonas Tietgen): https://wp-ninjas.de/wordpress-plugin-studie/
- ITIC – Hourly Cost of Downtime 2024: https://itic-corp.com/itic-2024-hourly-cost-of-downtime-part-2/